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Weltreise

Roadtrip nach Cairns

Mittlerweise ist schon der 16. Oktober und ich befinde mich auf Gili Air. Viel ist in der Zwischenzeit passiert. Diesen Blog versuche ich schon seit einem Monat fertig zu schreiben. Immer ist was daziwschen gekommen. Aber nun ist es soweit…
Am 13. August ging es mit Julien los auf einen neuen Roadtrip, juhu ­čÖé Vormittags habe ich noch Postkarten geschrieben und f├╝r 1,70 Dollar Porto verschickt, ganz sch├Ân teuer. Um 11 Uhr ging es dann los. Julien kommt aus Reunion Island, lebt aber in Belgien. Man kann sagen, er ist ein Franzose ­čśë Wie fast jeder, den ich getroffen habe, hat er ein work and travel Visa. Anfangs stand noch nicht fest wie weiter er mich mitnehmen w├╝rde und ob ich bei ihm im Auto pennen k├Ânnte. Am Ende war es aber ein recht langer Roadtrip bei dem wir meistens im Auto geschlafen haben. Das Auto war gr├Â├čer und h├Âher als Baby Beast und zugegebenerma├čen bequemer, aber nicht gel├Ąndef├Ąhig. Ich habe durchgehend gut geschlafen ­čÖé Im Auto war sogar ein Stromwandler und eine zweite Batterie. Leider ging die zweite Batterie nicht mit dem Stromwandler zusammen und so gab es wieder teilweise das bekannte Stromproblem.
Erster Stop war Dingo Beach, nicht weit von Airlie Beach. Irgendwo hatte ich gelesen, dass es dort eine stinger fence gibt. Am Ende war es ein l├Ącherlich kleiner umz├Ąunter Bereich im Wasser. Eher f├╝r kleine Kinder zum Spielen. Ich hatte erwartet, dass die Buch gesch├╝tzt ist. Anyway, wir sind trotzdem mal kurz ins Wasser, ist ja wie gesagt keine stinger Zeit. Selbst an diesem abgelegenen Strand gab es ein paar BBQs. Auch hier muss man auf sein Essen aufpassen. Wir hatten kurz die Bratw├╝rste aus den Augen gelassen und schon kamen die Raben und haben sich ihren Teil genommen – mein Fehler. Weiter ging es nach Townsville. Eine sehr nette Stadt auch wenn sie in den Reisef├╝hrern nicht gro├č erw├Ąhnt wird. Wir sind abends angekommen und beim Aussteigen am Parkplatz der Esplanade sind wir gleich mit 3 Deutschen ins Gespr├Ąch gekommen. Die haben uns ach einen Tip gegeben wo wir kostenlos schlafen k├Ânnen. Danach trafen wir noch ein paar franz├Âsische Freunde von Julien. Ist schon interessant wie sich die unterschiedlichen L├Ąnder abgrenzen und Gruppen bilden. Das gilt auch f├╝r die Deutschen ­čśë Da es eine recht gro├če Gruppe war sind sie sehr schnell wieder vom Englischen ins Franz├Âsische gewechselt was mich irgendwann gelangweilt hat. Ich hatte zwar 3 Jahre Franz├Âsisch in der Schule aber davon ist wenig h├Ąngen geblieben. Wie von den Deutschen vorgeschlagen hatten wir uns dann an den Strand n├Ârdlich von Townsville gestellt.
Am n├Ąchsten Tag (14. August) sahen wir dann, dass es der Dog Beach war. Dort durfen die Leute ihre Hunde laufen lassen. Abends war es hier noch sehr still. Morgens sind die Flugzeuge ├╝ber uns hinweg geflogen. Wir standen genau in der Einflugschnei├če vom Flughafen. Vom Strand konnte man auch den sehr imposanten Felsen ├╝ber Townsville sehen, den Castle Hill. Wir sind nach dem Fr├╝hst├╝cken direkt zum Fu├če des H├╝gels und die letzten Meter zu Fu├č in der prallen Sonne. Die Aussicht von dort oben hat entsch├Ądigt. Echt genial, man kann ├╝ber ganz Townsville sehen und auch r├╝ber zur Magnetic Island. Danach gings zur Esplanade. Der Salzwasserpool wurde leider gerade gereinigt. Mittwochs ist wohl landesweit Poolreinigungstag. Das Meer war zwar recht tr├╝be aber f├╝r eine Erfrischung allemal gut. Nach dem Mittagessen am BBQ sind wir noch mit Australieren ins Gespr├Ąch gekommen. Wie vielleicht schon gesagt, die Australier sind sehr gespr├Ąchig. Au├čerdem kamen die meisten ├Ąlteren Leute, die wir getroffen hatten, entweder aus Sydney oder Mellbourne. Im S├╝den ist es halt im Moment nicht so warm.
Wie es der Zufall wollte, war genau zu dem Zeitpunkt zu dem wir in Townsville waren ein Festival. Abends ging es dort mit den Freunden von Julien hin. Wie fast alles in Australien hat auch das Festival Eintritt gekostet. 10 Doller waren es. Drinnen gab es Essensbuden aus vielen unterschiedlichen L├Ąndern, ein handcraft market und ein paar Trib├╝nen. Auf der Haupttrib├╝ne sind unterschiedliche Gruppen aufgetreten.
Es gab eine Aborigine Gruppe. Eine Gruppe aus der S├╝dsee bei der die Frauen nett mit den Hintern gewackelt haben ­čÖé und eine Japanische Frauengruppe. Diese haben mit gro├čen F├Ąchern die Geburt eines Schmetterlings inszeniert. Anfangs standen wir vor einem Crepe Stand und die Franzosen haben sich mit einer Franz├Âsischlehrerin unterhalten. Ich habe wieder mal nichts verstanden. Am Ende bekam ich einen Crepe in die Hand gedr├╝ckt. Auch gut ­čÖé Danach gab es noch was richtiges: Indisches Curry, lecker. Am Ende hatte ich ncoh eine sch├Âne, gro├če und vermeindlich reife Ananas gekauft. Die werden ja hier auch angebaut. Leider war sie so gar nicht s├╝├č. Auch sp├Ąter hatte ich viel Pech mit den Ananas. Wie der Zufall so will, trafen wir die 3 Deutschen wieder abends am Strand. Sie schliefen sitzend im Auto. Ich bin zwar nicht anspruchsvoll, aber das ginge mir entschieden zu weit. Von Julien hatte ich geh├Ârt, dass er Leute getroffen hatte, die l├Ąngere Zeit so im Auto schliefen. Mir w├Ąre schon eine Nacht zu viel.
Heute (15. August) sind wir erst relativ sp├Ąt losgefahren. Erst haben wir uns mit den Deutschen verquatscht und danach noch mit einem Franzosen (Martin) und seiner Freundin (Brazilia). Die Beiden sind uns gestern auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz gefolgt. Irgendwann ging es dann endlich los. Erstes Ziel war der Paluma Range National Park. Dort sind wir zum Big Crystal Creek zu den Sliding Rocks gefahren. Der creek machte seinem Namen alle Ehre. Er war wirklich sehr klar. Danach hatte ich keinen so klaren Bach mehr gesehen. Bei den Sliding Rocks gab dem ersten Anschein keine richtigen Slides. Also sind wir erst mal ins kalte Wasser gesprungen. Hunder Meter weiter aufw├Ąrts entdeckten wir dann eine relativ lange Rutsche. Sehr sehr nett ­čÖé
Das Paradies Waterhole rundete den Besuch dann noch ab. Ein sch├Ân gro├čes, klares Wasserloch mit einigen Fischen. Weiter ging es zu den Wallerman Falls. Auf dem Weg waren wir noch kurz bei Frozen Mango, was schon weit vorher gro├č ausgeschildert war. Am Ende war es ein gro├čer Imbiss mit Infobrosch├╝ren. Im Moment ist halt keine Mangozeit. Die Mangob├Ąume bl├╝hen gerade erst. Im Dezember werden sie dann geerntet. Die Kugel Mangoei f├╝r 4 Dollar musste dann aber sein. Ja, Italian icecream ist hier sehr teuer. Auf dem Weg zu den Falls standen K├╝he ziemlich nahe am Stra├čenrand. Das lang daran, dass die Stra├če direkt durch die Weiden ging. Eigenlich sollte der Campground an den Falls eine self registration haben. Seit Anfang des Jahres muss man sich aber telefonisch registrieren und beispielsweise mit Kreditkarte bezahlen. Es stand ein M├╝nztelefon zur Verf├╝gung, weil hier kein Empfang ist. Darauf hatten wir aber keine Lust, also haben wir nicht bezahlt. Die Falls sind sowieso recht abgelegen und unser Plan sah es eh vor, morgen fr├╝h abzuhauen bevor ein Ranger vorbeischaut. Obwohl es so abgelegen ist, gibt es eine kalte Dusche und die sanit├Ąren Anlagen sind auch ok. Die Dusche war nach drei Tagen wieder mal gut. Auf dem Campground habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass man mit der Stirnlampe sehr gut nachtaktive Tiere finden kann. Vornehmlich Spinnen im Gras und die sind hier reichlich, wenn auch in recht kleiner Ausf├╝hrung. Sie haben teilweise den Durchmesser von einem Teelicht. In gewohnter Campermanier ging es um halb zehn schlafen.
Um am n├Ąchsten Tag (16. August) um 6:15 Uhr aufzustehen. Wie gesagt um dem Ranger nicht in die Arme zu laufen. Ein paar Minuten zu den Falls gefahren und dort gefr├╝hst├╝ckt. Danach ging es dann den ausgeschilderten 3 Stunden walk zum Fu├č des Wasserfalls. Der Wasserfalls ist ├╝brigens der h├Âchste auf der S├╝dhalbkugel. Aufgrund der Luftfeuchtigkeit vom Wasserfalls war der Weg sehr dschungel├Ąhnlich. Mir hat er sehr gut gefallen. Auch hier gibt es sehr viele Spinnen. Das konnte man daran merken, dass man kontinuierlich durch Spinnenf├Ąden, die quer ├╝ber den Weg gespannt waren, ging. Facebookbilder und wieder zur├╝ck. Nach 1,5 Stunden Gehzeit waren wir wieder oben. Die australischen Angaben sind f├╝r den Ar***. Generell kann man die Zeiten meistens mindestens halbieren. Weil wir noch so viel Zeit hatten, gingen wir noch einen Walk am Campground. Theoretisch h├Ątte man ein paar Schnabeltiere sehen k├Ânnen. Wir waren aber zu sp├Ąt dran und haben nur zwei kleine Schildkr├Âten gesehen. Auf dem R├╝ckweg haben wir dann einen Cassowary gesehen. Ein riesen Gl├╝ck. Im Australia Zoo von mir nicht beachtet, hatte ich erst k├╝rzlich im Lonely Planet (den hatte ich von Jana geschenkt bekommen) gelesen, dass es nur noch 1000 Exemplare gibt. ├ťberall wo Cassowarys rumlaufen stehen Warnschilder. Die entgegen kommenden Autos hatten uns schon gewarnt, dass ein Cassowary an der Stra├če entlangl├Ąuft. Ab Ingham bin ich dann das erste mal in Australien Auto gefahren. Anfang war der Linksverkehr ungewohnt. Mittlerweile, nachdem ich auch schon hier auf Bali mehr als 1000 Kilomenter rumgefahren bin, kommt mir der Rechtsverkehr fremdartig vor. Einzig die Stra├čenf├╝hrung ist in Australien nicht immer klar und verwirrend. Ich verstehe immer noch nicht f├╝r was die Rechtspfeile an den zweispurigen Kreiseln (round about) sind. ├ťbrigens gibt es hier sehr viele Kreisel. Julien wollte auf dem Tully River eine Raftigtour machen. Ich h├Ątte auch mitgemacht. Leider waren die Touren f├╝r morgen ausgebucht. Klar, wir haben ja auch Wochenende. Die Frau in der Touristeninfo meinte jedoch, dass sie das auch noch nicht erlebt h├Ątte, dass die Tour ausgebucht ist. Auch gut, hatte eh nicht so viel Bock drauf. Das Tully Raftig ist ├╝brigens sehr bekannt. Soll wohl zumindest in Australien das beste sein. Ein Damm l├Ąsst wohl mehrere Male am Tag kontrolliert Wasser ab. Daher sind die Bedingungen immer gleich gut. Wie auch immer, Tully ist auch die Regenreichste Gegend in Queensland. Nach einer Jahundertflut hat man hier einen riesigen Gummistiefel hingestellt, auf den man gehen kann. Von dort oben konnte man auch die Zuckerfabrik sehen, die auch schon von weitem am Rauch zu erkennen war. Es ist echt verr├╝ckt wieviel Zuckerrohr in Australien angebaut wird. Hunderte von Kilometern nur Zuckerrohr. Die haben ein eigenes Schienennetz f├╝r die kleinen Zuckerrohrz├╝ge, die dann zur Fabrik f├╝hren. Sehr lustig fand ich ein Warnschild mit der aufschrift: “sugar cane rush”. Next Stop: Mission Beach. Wie der Zufall so will trafen wir dort abends Martin und Brazilia, nachdem wir kurz im Meer waren. Naja, jeder f├Ąhrt halt die hot spots ab. Diese Nacht hatten wir uns ein sch├Ânes Neubaugebiet ausgesucht. die Stra├čen waren schon da, die H├Ąuser fehlten noch. Unter einem gro├čen Baum haben wir das Auto versteckt. Auf dem Weg dort hin standen am Stra├čenrand viele Siluetten. Lauter Wallabys, kleine K├Ąngurus.
Am n├Ąchsten Morgen (17. August) beim Fr├╝hst├╝cken am Strand, haben wir wieder das P├Ąrchen getroffen. Am n├Ârdlichen Teil vom Mission Beach haben wir nochmal kurz Halt gemacht um dem Meer erst einmal f├╝r eine Zeit goodbye zu sagen. Das Meer sollten wir erst wieder ganz im Norden sehen. Auf dem Scenic Drive ging es nach Innisfail. Schon von weitem war der Paronella Park ausgeschildert. Komisch was soll das denn f├╝r ein Park sein? Auf dem Weg haben wir dann ein sch├Ânes, altes Schloss gesehen. Matt hat uns dann gleich zum Parken hergewunken und weil wir nicht wussten ob wir halten sollte, zum Parken ├╝berredet. Das Schloss hatten wir nicht eingeplant und waren daher unschl├╝ssig. Matt hatte das nat├╝rlich gleich bemerkt und uns f├╝r die H├Ąlfte reingelassen. Wir hatten also je 10 Euro bezahlt. Die Kostenlose F├╝hrung hatten wir dann auch gleich mitgenommen. Ein Spanier ist vor ├╝ber hundert Jahren nach Australien gekommen und hat sein Geld mit dem Kauf und Verkauf von Zuckerplantagen gemacht. Mit dem Geld hatte er sich das kleine Schloss gebaut und immer wieder erweitert. Er war auch ziemlich fortschrittlich und hatte ein kleines Wasserkraftwerk, das wohl heute noch funktioniert. Weil das Schloss direkt am Bach mit einem sch├Ânen Wasserfall steht und die Region regenreich ist, wird es regelm├Ą├čig ├╝berschwemmt und zerst├Ârrt. Heute ist es mehr Ruine als Schloss. Dennoch wird das Geld vom Eintritt immer wieder in Renovierungen investiert. Auf jedenfall hatte der Spanier mit den Wasserf├Ąllen gespielt. Eine Allee ist so ausgerichtet, dass am Ende der Wasserfall zu sehen ist. Au├čerdem gibt es ein Haus durch das man von einem bestimmten Punkt den gro├čen Wasserfall im Hintergrund sehen kann. Dort werden regelm├Ą├čig Hochzeiten abgehalten, wie auch heute. Interessant waren noch die vielen Flughunde in den B├Ąumen und die vielen Fische und Schildkr├Âten, die von den Besuchern gef├╝ttert werden. Im Eintrittspreis ist Fischfutter enthalten. Sehr interessant alles, sch├Ân dass wir durch Zufall drauf gesto├čen sind ­čÖé Finally in Innisfail. Ich nenne sie mal die Bananenhauptstadt. Jedenfalls gibt es hier viele Plantagen. Am Stra├čenrand werden Bananen f├╝r 1,5 Dollar je Kilo verkauft, was f├╝r Australien sehr billig ist. Weiter ging es in Richtung Tablelands. Erst mal in den Wooroonooran National Park zum Mamu canopy walk, auf Deutsch Baumwipfeweg oder so. Der leider schon zu. Wir wollten mal wieder kostenlos schlafen. Im Internet hatte ich den South Johnstone Campground gefunden, nicht weit von hier. Leider war der Campground 12,5 Kilometer von der Stra├če entfernt und ├╝ber einen Feldweg zug├Ąnglich. Der war teilweise nicht so gut. Einmal ist das Auto kurz auf extrem gro├čem Schotter aufgesetzt. An einer anderen Stelle war die Stra├če stark ausgewaschen und hatte tiefe Rillen. Wir haben es dennoch ohne Schaden nach einer halben Stunde Fahrt zum Campground geschafft. Ab Anfang des Jahres sollte der Campground etwas kosten. Wieder mit self registration, toll. Wir haben wieder nicht bezahlt, dieses Mal, weil kein M├╝nztelefon da war und wir keinen Empfang hatten. Au├čerdem hatten wir keinen Bock. Der Campground war so tief im Regenwald, dass es unwahrscheinlich war, dass jemand bald vorbeikommen w├╝rde. Wir waren ganz alleine. Ein bisschen unheimlich war das schon ;-D
Der n├Ąchste Tag (18. August) sollte als waterfall rush day in die Geschichte eingehen. Aber begonnen haben wir den Tag mit dem canopy walk. Bevor wir rein sind, hatten wir bestimmt eine Stunde mit der Kassiererin geredet. Wie gesagt, die Australier reden gerne ­čśÇ Sie meinte, dass die meisten Leute direkt umdrehen, sobald sie sehen, dass der Eintritt 20 Dollar ist. Wir hatten auch ein paar Tips bekommen was wir noch alles machen k├Ânnten. Au├čerdem gab sie uns den Tip f├╝r die n├Ąchste ├ťbernachtung. Im Endeffekt besser als so manche Touristeninformation ­čśÇ Wo wir gerade bei den Touristeninformationen sind. Wir haben uns auf der Reise meistens von Infobrosch├╝ren und Karten aus den Touristeninformationen leiten lassen und auch ein bisschen vom Lonely Planet. Obwohl wir so lange geredet hatte und es schon 10 Uhr war, waren wir anfangs die einzigen auf dem walk. Erste Station war der Aussichtsturm, der ein tolles Panorama bietete. Danach ging es ├╝ber den canopy walk zur├╝ck. ├ťberall standen Infotafeln rum. War ganz nett gemacht. Mamu ist ├╝brigens ein Aborigine Stamm von dem der Mamu canopy walk seinen Namen hat. Weiter gings in die Tablelands. Eben waren wir noch im Regenwald und jetzt sind wir bereits in einer Region, die eher an das Alpenvorland erinnert. Die Tablelands liegen auf einer Hochebene. Daher ist die Vegetation hier auch sp├Ąrlicher. Auf zum Wasserfall circuit. Drei auf einen Streich. Ellinjaa Falls, Zillie Falls und Millaa Millaa Falls. Beim ersten Wasserfall ist uns gleich eine giftige Schlange ├╝ber den Weg geschl├Ąngelt – schwarz mit rotem Bauch. Das war aber auch die einzige giftige Schlange, die ich in Australien gesehen habe. Nur im letzten, dem Millaa Millaa Falls konnte man baden. Das Erlebnis wurde ein bisschen von den ganzen Leuten gespoilt. Am Wochenende ist halt auch mehr lost. Dennoch sind wir ins sehr kalte Wasser. Ich h├Ątte nicht gedacht, dass so ein bisschen Wasser, das aus ein paar Metern f├Ąllt, so stark ist. Der n├Ąchste Stop waren die Millstream Falls. Dabei sind wir auch durch den h├Âchsten Ort Queenslands gefahren, Ravenshoe. Am Wasserfall konnte man leider nicht ins Wasser, Er soll einer der breitesten Wasserf├Ąlle sein. Im Moment ist aber Trockenzeit und daher fliest nicht so viel Wasser. Dennoch war er sch├Ân anzusehen. Next Stop Crater and Dinner Falls. Erst mal zum Crater. Das war ein tiefes Loch, das durch eine Gasexplosion bei einem Vulkanausbruch entstanden ist. F├╝r mich nichts besonderes. Sowas kann man auch in der Rh├Ân sehen. Die Dinner Falls waren sehr nett. Die Sonne war schon weg und das Wasser war arschkalt. Nach 10 Minuten im Wasser war es dann auch genug ­čśÇ Als Kr├Ânung haben wir dann noch einen jungen Cassowary beim Parkplatz gesehen, juhu. ├ťbrigens sind die Cassowarys so wichtig f├╝r den Regenwald, weil sie Fr├╝chte Essen, die andere nicht essen und damit die Samen verteilen. Einiges davon wird n├Ąmlich nicht verdaut. Das konnte man sehr sch├Ân an einer frischen Losung erkennen ­čśÇ Tagesziel war der kostenlose Caravanpark n├Ârdlich von Atherton, das war der Tip von der Mamu Kassiererin. In den Tablelands hatte ich das erste Mal Termitenh├╝gel gesehen. Sehr imposant.
Heute (19. August) hatten wir mal lange geschlafen. 7 Uhr waren wir aufgestanden und hatten vormittags die Tablelands verlassen. In Mossman gings dann erst mal zum Einkaufen. Ich schlug vor f├╝r Daintree einzukaufen. Julien hatte keine Lust und meinte, dass er auch ein paar Mal im Restaurant essen k├Ânnte. Danach ging es dann zur Mossman Gorge. F├╝r 6 Dollar gab es ein Shuttlebus vom Parkplatz zur Gorge. Angegeben waren 45 Minuten Fu├čweg, ich bezweifel das.
Erst ging es zu einem der beiden creeks. Der war ziemlich genial. Das Flu├čbett bestand aus riesigen, rundgewaschenen Felsbrocken, das Wasser war sch├Ân kalt und klar. Es hatte riesig Spa├č gemacht den Flu├č hoch zu gehen, zu entdecken und in jedes Wasserloch zu springen. Danach sind wir dem Regenwaldrundweg gefolgt. Dort haben wir wieder den strangler fig tree gesehen. Eine beeindruckende Pflanze. Sie w├Ąchst an Wirtb├Ąumen hoch und bildet irgendwann ein Geflecht um den kompletten Stamm. Irgendwann bekommt der Wirt kein Licht mehr ab und stirbt. Der strangler bleibt stehen w├Ąhrend in seinem Herzen der Wirt verrottet. Ziemlich krass. Aber so ist der Regenwald. Tiere haben wir keine im Regenwald gesehen. Wir waren wohl zu laut. Am anderen creek war ein riesiges swimming hole und auch wieder viele Leute. War dennoch gut. Der Bananamilkshake zur├╝ck in Mossman war nicht so der Hit. Ich dachte mir, wenn man schonmal in einer Banenregion ist, naja. Heute haben wir auch ausnahmsweise mal f├╝rs Campen bezahlt. Nachdem der Wionga Beach Campground voll war, sind wir zum Daintree Village gefahren. Das ist eine sch├Âne, kleine H├Ąuseransammlung direkt am Daintree River. Der Daintree Riverview Campground (10 Dollar p.P.) lag, wie der Name schon sagt, direkt am Flu├č. Die Krokodiltour hatten wir gleich gebucht, nachdem wir den Flyer gesehen hatten. Praktisch, sie sollte morgen direkt neben dem Campingplatz am Bootsanleger starten. Die warme Dusche war auch mal wieder n├Âtig. Am sp├Ąten Abend sind eine Art riesiger Ratten durch den Campground gelaufen. Leider habe ich den Namen vergessen.
Ok, heute (20. August) konnten wir mal ausschlafen. Die Krokodiltour ging erst um 8:30 Uhr los. Schade, zuf├Ąlligerweise ist heute fr├╝h high tide also Flut. Das macht es schwierig Krokodile zu sehen, weil die Sandb├Ąnke hinter den B├Ąumen versteckt sind. Dennoch, die Tour war gut und das lag vor allem daran, dass der Tourguide Spa├č an seiner Arbeit hatte und man ihm einfach gerne zugeh├Ârt hatte. Krokodile hatten wir dennoch nicht gesehen. Daf├╝r drei Treesnakes. Das sind harmlose Schlangen, die sich in B├Ąumen aufhalten. Sie sind gr├╝n und gelb. Am Ende der Tour hatten wir uns noch mit einem ├ľsterreicher unterhalten. Ich hatte ihn wieder erkannt. Gestern war er im Massmann Gorge und ich habe sogar zuf├Ąlligerweise ein Foto von ihm. Anyway, er reiste alleine und wir hatten uns f├╝r morgen verabredet um zusammen auf Mt. Sorrow am Cape Tribulation zu gehen. Wir hatten auch die Nummern ausgetauscht aber nicht bedacht, dass am Cape Tribulation kein Handyempfang ist. Weiter ging es also zum Cape Tribulation. Das ist dort wo Captain Cook mit seinem Schiff aufgelaufen ist, oder so. Ist Australische Geschichte. Jedenfalls ist das der Ort wo the rain forest meets the reef. ├ťber den Daintree River, wo wir Flu├čaufw├Ąrts die Krokodiltour gemacht hatten, ging es mit der 25 Dollar F├Ąhre (hin und zur├╝ck) auf die Nordseite. First Sto├č Cape Kimberley, dann ein toller Lookout und danach die Cow Bay. Dort haben wir dann wieder Bernhard den ├ľsterreicher von heute morgen getroffen. Das war gut, denn so konnten wir den genauen Ort und Zeitpunkt ausmachen, uns war nun n├Ąmlich klar, dass wir keinen Empfang haben w├╝rden. Der Strand war sehr cool. Das lag daran, dass wir uns viel Zeit nahmen nach Norden zu gehen um zu schauen was sich hinter der n├Ąchsten Ecke verbirgt. Exploration, ich liebe es.
Endstation Cape Tribulation Lookout. Heute ging es mal ins Hostel. Ich h├Ątte lieber im Auto geschlafen. Julien tat jedoch der R├╝cken weh und er wollte mal ein richtiges Bett. Auch gut, so konnte ich wieder mal alles aufladen. Nicht schlecht war ebenso, dass wir ein privates Zimmer hatten, weil nur zwei der vier Betten belegt waren. Nicht so toll war der Geruch im Zimmer. Am Abend hatten wir dann die Rechnung daf├╝r bekommen nicht eingekauft zu haben. Ein Toastbrot und bisschen Schinken f├╝r 7 Dollar in einem kleinen Laden. Um nochmal auf das Thema Leute mehrmals treffen anzusprechen. Drei Deutsch haben wir heute zwei mal getroffen. Ein Belgisches Paar trafen wir beim Abendessen. Die hatten wir schon am Campground in Daintree Village getroffen.
Morgens (21. August) tafen wir wie geplant Bernhard. Auf gings zum Mt. Sorrow durch den Dschungel. Das hatten wir in 1 Stunde und 40 Minuten geschafft. F├╝r den Weg runter brauchten wir auch nicht viel l├Ąnger. Angegeben waren 7 Stunden, l├Ącherlich. Wir hatten uns die ganze Zeit auf dem Weg unterhalten und waren wirklich nicht sehr schnell unterwegs. Das Reden war wohl auch der Grund daf├╝r, dass wir keine Tiere sahen. Oben dann eine winzige Platform und viele Wolken. Hin und wieder konnte man ins Tal schauen. Ich finde es hatte sich dennoch gelohnt. Weiter ging es zu einem Wasserloch um uns eine Abk├╝hlung zu holen. Dort hatten wir wieder mal im Gestr├╝pp einen Cassowary vorbei gehen sehen. Ich bezweifle allm├Ąhlich, dass die Tiere vom Ausstreben bedroht sind ­čśÇ Am Dschugel Walk am Cape sahen wir dann mittags auch keine Tiere. Machmal glaube ist, dass der Dschungel tot ist. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass wir zu laut waren und die Tiere ihren Mittagsschlaf halten. Ok, eine Ausnahme gab es. Wir sahen eine kleine Fledermaus in einem Baum, juhu. Bye Bye Bernhard, nice to meet you ­čÖé
Mal zum Thema Geld. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich im Durchschnitt 90 Australische Dollar am Tag ausgegeben. Dabei war ich sehr g├╝nstig unterwegs. Die gr├Â├čten Ausgaben waren der Skydive und der Segeltrip. Ich notiere wirklich jede Kleinigkeit in meinem Handy. Daher kann ich sp├Ąter mal eine genauere Auflistung meine Ausgaben machen.
Wo wir gerade beim Thema Geld sind. Ich war nicht bereit im kleinen Laden am Cape einen Dollar f├╝r eine Banane zu zahlen. An der Stra├če hatten wir eine kleine Auslage gesehen in der eine Farmerin normalerweise g├╝nstig Obst bereitgestellt hatte. Es w├Ąre eine gute M├Âglichkeit gewesen an Obst zu kommen. Leider war die Auslage immer leer. Au├čnahmsweise sind wir heute abend mal essen gegangen. In der Strandbar am Cape Tribulation Campground gab es wood fried pizza. ├ťbrigens war die Bar nicht am Strand und eher ein Restaurant als eine Bar. Bisher wurde ich ja von der Pizza in Australien entt├Ąuscht. Diese jedoch war sehr gut. Ich nahm eine Cassowary Pizza. Warum? Weil diese Tiere allm├Ąhlich zu einer Plage werden. Man kann ja kaum mehr einen Schritt machen ohne einen dieser V├Âgel zu sehen. Nein nein, Spa├č bei Seite. Auf der Pizza war nat├╝rlich H├╝hnchen. Wie gesagt sehr gut.
Nachts hatten wir unsere eigene kleine Safari gemacht. Es kann ja nicht angehen, dass wir im Regenwald sind und keine Tiere sehen. Wo sind die ganzen Riesenspinnen und giftigen Schlangen und der Rest. Mit der Stirnlampe wurde der Weg zum Strand abgeleuchtet. Denkste. Wieder nichts gesehen, au├čer ein paar kleiner Spinnen. Ihr erinnert euch. Der Trick mit den reflektierenden Augen. Wenigstens hatten wir den typischen Regenwald sound. Am Strand angekommen waren wir erstaunt von der hohen Flut. Heute ist Vollmond. Auf Magnetic Island und vielen anderen Orten auf der Welt geht heute die Party ab. Hier ist es ruhig. Nur die Ger├Ąusche der Tiere im Dschungel, die sich nicht sehen lassen ­čÖü
Ich bin wieder mal vor Sonnenaufgang aufgestanden. Heute (22. August) wollte ich ihn mal wieder sehen. Netter Ort daf├╝r ­čśë Danach wurde es wieder mal sportlich. Am Cape Tribulation Campground hatten wir uns zwei sea Kayaks ausgeliehen. Damit ging es dann zwei Stunden an der K├╝ste entlang. Dabei hatten wir einige Seeschildkr├Âten gesehen. Leider sind die immer untergetaucht, wenn man ihnen zu nahe kam. Daher war uns nur ein Blick von weitem verg├Ânnt. Ich habe keine Kondition mehr. Als wir aus dem Wasser kamen war ich ziemlich fertig. Zur St├Ąrkung gab es dann einen Krokodilburger im Manson Cafe. Kurz und b├╝ndig: Ihr habt nichts verpasst. Endlich sollten wir wieder campen. Der Nationalparkt Campground mit etwa einem Dutzend Pl├Ątzen war nat├╝rlich ausgebucht. F├╝r knappe 6 Dollar pro Person ist das auch kein Wunder. Die Touristeninformation neben dem Manson Cafe war ├╝brigens keine gro├če Hilfe. Wir sollten ├╝ber ein M├╝nztelefon von der T├╝r mit der Nationalparkverwaltung reden und die Frau von der Info konnte uns noch nicht mal sagen wie teuer das werden w├╝rde. Am Ende sind wir dann zum schon bekannten Cape Tribulation Campground gefahren. Vorm Einchecken ist mir dann aufgefallen, dass mein Handy kaputt ist. Ein gro├čer Riss direkt durch die Mitte vom Display. Ein iPhone w├╝rde danach noch bedienbar sein. Das Sony Xperia Z jedoch nicht. Ich konnte es nicht mehr entsperren. Hei├čt im Endeffekt Totalausfall. Naja, dar├╝ber schreibe ich in einem extra Blogpost. Die Reparatur war n├Ąmlich eine zweiw├Âchige Odyssee. Obendrein hatte ich bei der Aktion noch meine deutsche Simkarte verloren. Die hatte ich zwischen Handy und Schutzh├╝lle gepackt. Die Schutzh├╝lle und Schutzfolie hatte ich schnell entfernt um zu sehen ob noch was zu retten ist. Anyway, back to the topic. Am Nachmittags ging es dann noch zum Emmagin Creek. Das ist etwa 7 Kilometer die Dirtroad nach Norden hoch. An einem entlegenen Wasserloch gab es eine Erfrischung. Hin sind wir auf einem Trampelpfad, zur├╝ck durchs Flussbett, was ein kleines Abenteuer war. Keine Menschenseele weit und breit. Zur├╝ck am Campground wurden wir dann von der low tide ├╝berrascht. Wo wir heute fr├╝h noch mit dem Kayak gefahren sind, war jetzt nur noch Riff zu sehen. Der Unterschied war bemerkenswert. Das lag m├Âglicherweise auch an dem noch fast vollen Mond. Wir und auch viele andere hatten jedenfalls viel Spa├č beim Beobachten und Folgen der Meeresbewohner, die in den Becken zwischen dem Riff waren.
Wer fr├╝h ins Bett geht steht auch fr├╝hs auf. F├╝r mich hie├č das heute (23. August) wieder mal den Sonnenaufgang anzuschauen. Bye, bye Cape Tribulation. Fr├╝hs ging es ├╝ber den Daintree River und zu unserer freien Krokodiltour. Die war ja kostenlos, weil im Preis der ersten schon enthalten. Als h├Ątten wir es geplant waren wir wieder mal zur high tide am Flu├č, perfekt – nicht. Daf├╝r gab es aber dieses mal Tee und ein paar Kekse. Man soll ja auch die kleinen Dinge zu sch├Ątzen wissen ­čÖé W├Ąhrend der Tour mit Captain crash konnten wir wieder die Treesnakes sehen, g├Ąhn. Dann wurde es besser. Unter einem Baumstumpf im Nebenfluss befand sich ein kleines Krokodil. Immerhin wir hatten ein Krokodil gesehen, wenn gleich ein kleines. Auf dem R├╝ckweg dann die ├ťberraschung. Quer ├╝ber den Daintreeriver schwam scar face (Narbengesicht), ein gro├čes, m├Ąnnliches Krokodil. Die Szene sah bedrohlich aus. Das Krokodil war nur etwa 10 Meter vom Boot entfernt. Leider kann ich euch kein Foto zeigen. Just in dem Moment wo ich den Ausl├Âser gedr├╝ckt hatte, zeige mir die Kamera: no battery, toll. Julien konnte auch kein Foto machen, er hatte seine Fotokamera im Auto vergessen. Er hatte zwar seine vermeindlich wasserdichte Videokamera dabei, doch im Objektiv hatte sich Kondenswasser gebildet und seine Videos sahen wie durch Milchglas aufgenommen aus. Hatte ich schonmal erw├Ąhnt, dass ich Technik hasse. Ihr m├╝sst mir einfach glaube, dass es ein beeindruckender Anblick war ­čśë Die Tour hatte sich auf jedenfall gelohnt, wegen der Krokodile. Dennoch hatte mir die Tour Flu├čaufw├Ąrts besser gefallen, wegen dem Guide, weil das Boot und auch die Gruppe kleiner war. In unserer Tour war eine gro├če Gruppe von Touristen, die wohl die Cairns-Daintree-Touritour gemacht hatten. Jedenfalls wurden sie auf der anderen Seite vom Flu├č abgesetzt und schon vom Tourguide erwartet. Auf dem Weg Richtung Cairns hielten wir zuerst in Port Douglas. Kein Besonderer Ort. Mag auch daran gelegen haben, dass meine Laune wegen dem Handy am Boden war. Am Wasser haben wir ein im Supermarkt gekauftes Rindersteak auf dem BBQ gegrillt. Ich muss zugeben. Das war eines der besten St├╝cke Fleisch, die ich bisher gegessen hatte. Das kommt aber auch nicht von ungef├Ąhr. Hier gibt es extrem viele Rinder. So wie das Zuckerrohr: Hunderte von Kilometern Rinderfarmen. ├ťbrigens habe ich geh├Ârt, dass die Rinder nach Asien verschifft, zerlegt und wieder nach Australien gebracht werden. Nachmittags erreichten wir Palm Cove. Julien wollte in die Outback Opal Mine, einem Schmuckgesch├Ąft f├╝r Opale um seiner Freundin etwas sch├Ânes zu kaufen.
Am n├Ąchsten Tag (24. August) ging es dann zum Bungee Jumping. Vorweg gesagt: Ich bin nicht gesprungen. Daf├╝r ist er drei mal gesprungen. Weltweit gibt es gar nicht so viele fest installierte Bungeejumpinganalagen. Juliens erster Sprung war der Standard Bungeejumpingsprung mit einem Seil an den Beinen befestigt. Der zweite Sprung war ein roof top jump. Dabei ist er von einem kleinen Dach ins Leere gesprungen. Der letzte Sprung war mit einem BMX auch vom Dach. Ziemlich krank alles. Ich wei├č nicht mehr wie hoch der Turm war, aber es war ziemlich hoch. Ich glaube das ist nochmal extremer als das Skydiving. Schlie├člich muss man selber springen. Next stop: Kuranda. Dort gibt es die Herritage Markets. Alles sehr touristisch. Der Ort hatte mir ├╝berhaupt nicht gefallen. Es wird viel handcraf verkauft. Lustig war ein Bikini aus K├Ąngurufell. Die Barron Falls waren interessanter. Nach Kuranda geht eine historische Eisenbahn, die auch an den Barron Falls h├Ąlt. Wir sind mit dem Auto zu den Barron Falls gefahren und einem ein paar hundert Meter langen Pfad zur Aussichtsplatform gefolgt. Die Bahnlinie hielt direkt an der Aussichtsplattform und die Touristen hatten ein paar Minuten Zeit um Fotos zu machen. Eben waren wir noch alleine auf der Aussichtsplattform und im n├Ąchsten Moment war sie voll von Touristen. Darunter auch viele Japaner, die Fotos mit ihrer weltweit bekannten Fingergeste gemacht hatten. Schnell raus aus dem Zug, Fotos machen und wieder schnell rein in den Zug um weiter zufahren. Man will ja schlie├člich so viel wie m├Âglich sehen ­čÖé Dann wieder Stille. Nachdem wir Cairns ja vor ein paar Tagen umfahren hatten, war es jetzt an der Zeit reinzufahren. Globetrotter Hostel 18 Dollar die Nacht, nicht schlecht. Unter der Woche kostet das Hostel ├╝brigens 20 Dollar, das soll mal jemand verstehen. Es war gar nicht so leicht zu dem Hostel zu fahren. Heute fing n├Ąmlich das Cairns Festival an, gl├╝ck muss man haben ­čÖé Jedenfalls war gerade ein Umzug als wir ankamen. Bis auf Julien waren wir im Zimmer nur Deutsche. Generell waren in dem Hostel sehr viele Deutsche. Nach dem Sonnenuntergang gab es dann an der Esplanade ein gro├čes Feuerwerk, extra f├╝r uns ­čÖé Anfangs fand ich es nicht besonder, dann aber war es sehr beeindruckend. F├╝r eine Stadt wie Cairns fand ich es gigantisch. Man merkt, dass die Australier Feuerwerke lieben. Der Nachtmarkt von Cairns ist auch sehr interessant, wenn man Schmuck und Ged├Âns mag.
Heute (25. August) hatte ich mich schon mit meiner n├Ąchsten Mitfahrgelegenheit getroffen. Die Tage hatte ich schon in Gumtree geschaut. Jonas und Leo sind ein deutsches P├Ąrchen und auf der Suche nach einem weiteren Mitfahrer von Cairns ├╝ber Uluru nach Darwin. Eigentlich wollte ich nicht unbedingt zum Uluru sondern direkt nach Darwin. Aber im Endeffekt war ich offen f├╝r alles. Hauptsache ich sehe das Outback. Nach einem kurzen Gespr├Ąch war klar, dass das mit uns klappen k├Ânnte. Es waren noch andere Leute im Rennen und somit war alles offen. Von den Beiden bekam ich den Tip zum Rusty Market zu gehen. Das ist ein gro├čer Markt auf dem Obst und Gem├╝se verkauft wird. Wieder mal hatte ich Gl├╝ck. Der Markt ist Freitag bis Sonntag. Sonntag ist alles sehr g├╝nstig, weil die H├Ąndler ihre Ware los werden wollen. Jetzt ratet mal was f├╝r ein Wochentag war ­čÖé 10 Avokados f├╝r 2 Dollar, das sagt alles. Ich hatte so viel Obst und Gem├╝se gekauft, dass ich mich halb Tod geschleppt hatte. Das sollte auch bis zur Weiterreise reichen. Im Hostel hatte ich von ein paar Deutschen geh├Ârt, dass sie eine Tagestour zum Cape Tribulation gemacht hatten. Nachdem ich ja schon da war, kann ich dazu nur sagen, dass man es dann auch gleich lassen kann.
Julien ist heute (25. August) zur├╝ck nach Bayron Bay. Er gab mir noch einen letzten Lift zur Shoppingmall. Lustigerweise trafen wir uns dann kurze Zeit sp├Ąter nochmal im Coles. Neben dem Cole ist ein Markt, der hei├čt Bi-Lo. Die Einrichtung war exakt gleich wie im Coles. Auch die Preisschilder. ├ťberall stand Coles. Aus Interesse fragte ich einen Angstellten. Der Meinte, dass der Laden auch Coles geh├Ârt. Es g├Ąbe keinen Unterschied. K├Ânnte sein, dass in Australien gesetzlich vorgeschrieben ist, dass ein Konkurrent in der Shoppingmall sein muss. Es gibt viele M├Âglichkeiten Gesetzte zu umgehen. F├╝r mich war es jedenfalls praktisch. Was ich im Coles nicht gefunden hatte, fand ich im Bi-Lo. Weil dort auch weniger Leute einkauften, gab es mehr reduzierte Produkte, die kurz vor dem Verfallsdatum standen. Wo wir gerade bei dem Thema Einkaufen sind. Viele Reisende klagen, dass das Essen so teuer ist. Im Vergleich zu Deutschland kann ich das best├Ątigen, wenn man die Preise mit Aldi und co vergleicht. Wobei Deutschland wohl eine Ausnahme auch in Europa ist. Wir zahlen wirklich sehr wenig f├╝r Essen. Ironischerweise sind Produkte aus Australien teilweise in Deutschland g├╝nstiger als in Australien. Das soll mal jemand verstehen. Im Bezug auf Wasser kann ich die Preispolitik in Australien nicht verstehen. Wasser kostet teilweise gleich viel wie Milch. Und wieder einmal traf ich alte Bekannte. An der Esplanade begegnete ich zwei der drei Deutschen, die wir in Townsville getroffen hatten. Die Welt ist klein. Ich wei├č nicht warum, aber irgendwie fand ich heute die V├Âgel im Watt sehr interessant. Cairns ist bekannt f├╝r die vielen V├Âgel. Eine Art klopfte in sehr schneller Folge mit einem Bein auf den Boden. Wenn ein Wurm kam, war das sein letzter Anblick. Sah zum todlachen aus ­čÖé Heute hatte ich auch wieder an meinem Blog geschrieben.Vor allem war aber mal wieder angesagt: ausruhen. Abends dann ein Film im Hostel. Up. Aber nur zum Teil, ich war zu m├╝de.
Wieder mal ein Tag (26. August) zum ausruhen. An der Esplanade entlang flaniert. Meinen Blogeintrag ├╝bers Skydiving geschrieben. An der Lagune gechillt. Abends dann auch ins Wasser. Vom Lifeguard hatte ich mir eine Schwimmbrille ausgeliehen. Ich bin mir nicht sicher ob es mit oder ohne Schwimmbrille besser war. Jedenfalls konnte ich durch die alte Brille kaum was sehen und die Bahn nur erahnen.
Nachdem mich die V├Âgel die Tage so interessiert hatten, hatte ich heute (27. August) entschlossen eine der kostenlosen bird watching Touren mitzumachen. Das hie├č auch noch fr├╝her aufzustehen. Um 6:30 Uhr stand Andrew an der Esplanade. Anfangs ware wir beide alleine. Nach und nach kamen ein paar Leute dazu. Andrew beobachtet schon seit Jahrzehnten die V├Âgel und wusste dem entsprechend alles. Das gro├če Fernrohr war auch ganz nett. ├ťber zwei Stunden haben wir die V├Âgel beobachtet. Wir sahen Doves, Welcome Swallows, Masked Lapwings, Willie Wagtails, Spangeld Drongos, Kingfishers, Brown-Backed Honeyeaters, Eastern Curlews, unterschiedliche Egrets, Laughing Kookaburras, Magpie-Larks, Pied Oystercatchers, Red-Kneed Dotterels, Elegant Imperial-Pigeons und viele mehr. Die Tage hatte ich schon Bescheid bekommen, dass wir am Donnerstag unseren Roadtrip nach Darwin starten w├╝rden. Weil es im Outback nicht so h├Ąufig Einkaufsm├Âglichhkeiten gibt, wurde heute ein Grundstock an Lebensmitteln eingekauft. Wahrscheinlich hatte ich es schon erw├Ąhnt. ├ťberall in Australien stehen Einkaufsw├Ągen in der Stadt rum. Es gibt extra Jobs um die Dinger wieder einzusammeln. Wir mussten mit den schweren Eink├Ąufen quer durch die Stadt. Auf halbem Weg fanden wir einen Einkaufswagen, sehr praktisch. Dass wir mit dem Einkaufswagen durch die halbe Stadt sind, hatte keinen interessiert. Ebenso wenig interessiert es jemanden bei rot ├╝ber die Ampel zu gehen. Ich bin mir nicht sicher, aber vllt. ist es so wie in England. Dort ist die rote Fu├čg├Ąngerampel nur eine Hilfe f├╝r die Fu├čg├Ąnger. Wenn kein Auto kommt darf man gehen. Abends hatte ich dann noch meinen Flug nach Bali gebucht. am Freitag den 13. September sollte es nach Bali gehen. Jonas sollte zwei Tage fr├╝her nach Vietnam fliegen, also am 9. September. Gut, dass wir beide nicht abergl├Ąubisch sind ­čÖé Man sollte es nicht glauben. Als ich so an der Esplanade sa├č, kam auf einmal ein Ex-Kollege vom Projekt in dem ich zuletzt in M├╝nchen gearbeitet hatte, vorbei. Da bin ich auf der anderen Seite der Erde und dann sowas. Im Hostel gab es heute K├Ąnguru-Burger. Ich muss sagen, K├Ąnguru schmeckt viel besser als Krokodil ­čÖé Abends war ich dann noch mit Jonas und Leo etwas trinken. Auf eine gut Weiterreise…

10 replies on “Roadtrip nach Cairns”

So nun habe ich auch erstmal deinen Blog gelesen. Wir sind gerade in M├╝nchen und schlafen in deinem Bett, zerst├Âren dein Apartment essen von deinen Tellern, trinken aus deinen Gl├Ąsern und benutzen deine Dusche. Also all das was du gerade nicht hast. Die Teller, Gl├Ąser und Dusche sind okay mit dem Bett kann ich mich nicht anfreunden. Ich habe gelesen das du nur selten ein Bett, eine Dusche brauchst. So dann noch viel Spa├č in Indonesien. Buch zum n├Ąchsten Beitrag.

Hehe, im Moment geht es mir ganz gut. Habe ein gro├čes Bett, kalte Dusche und gehe jeden Tag 3 mal zum Essen. Meistens zahle ich pro Mahlzeit einen Euro. Indonesien ­čÖé

Hallo Phillip.
Sind ganz in deiner Naehe!!! Lungern gerade in Darjeeling rum und kaempfen um jedes KB-Upload. Wir bezahlen pro Mahlzeit 2Euro, dafuer gibt es keine Postkarten geschweige denn Briefmarken. Viel Spass weiterhin.
Elke und Thomas

Hi Viele Gr├╝├če nach Indien ­čÖé Ich kann mich im Moment auch nicht ├╝ber die Preise beschweren. Gestern abend habe ich f├╝r eine Malzeit mit frischem Ananassaft 2 Euro bezahlt. Wenns ganz billig sein soll ohne Getr├Ąnk 70 Cent f├╝r Nasi Campur ­čśë

Hey,
da ich immer wieder mal in Deinem Blog lese, wollte ich mich doch mal kurz zu Wort melden. Es macht richtig Spa├č und ist auch interessant, Deine Beitr├Ąge zu lesen und Deine Fotos anzuschauen. Freue mich schon auf den n├Ąchsten.
Liebe Gr├╝├če aus Fulda

Hi Philipp,
mir schwirrt der Kopf von dem vielen Text, bin aber overwhelmed. War inzwischen in Israel und Pal├Ąstina – Peanuts im Vergleich zu deinen Erlebnissen. Es scheint dir pr├Ąchtig zu gehen, was mich riesig freut.
Bussi Oma

Jaja, ich wei├č, ich schreibe zu viel. Wei├č einfach nicht wie ich es abk├╝rzen kann ohne viele Sachen einfach nicht zu erw├Ąhnen. Israel und Pal├Ąstina sind sicherlich auch nicht weniger spanned ­čÖé Ich habe wieder so viel zu berichten. Ich glaube ich brauche Urlaub um meinen Blog auf den aktuellen Stand zu bringen ­čśÇ

Lieber Philipp,

t├Ąglich schaue ich nach einem neuen Blog. Jetzt m├Âchte ich dir wenigstens sch├Âne Weihnachten w├╝nschen und noch tolle Erlebnisse im neuen Jahr. Ganz herzlichen Dank f├╝r deine Karte aus Kuala Lumpur, die allerdings ohne den selbst geschossenen Sonnenuntergang hier am 10.12. ankam. Jetzt habe ich auch eine Blanko-Karte in meiner Sammlung.
Ich hab meine Freude ├╝ber deine Gr├╝├če auch mit allen anderen geteilt.

Bleib vor allem gesund und lasse es dir gut gehen, wo immer du auch den Jahreswechsel verbringst!

Bussi Oma

Ups, ja, das ist wohl schief gelaufen. Ich hatte das Bild auf ein leeres Fotopapier geklebt, damit die Postkarte stabiler ist. Der Kleber hat wohl nicht gehalten, schade. Ich hoffe, die n├Ąchste kommt mit Foto an ­čÖé

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